Rezension
| Tief wie das Meer von Julie Birkland |
| Allgemeine Informationen | |
|---|---|
| Titel | Tief wie das Meer (Northern Love #2) |
| Autor | Julie Birkland |
| Verlag | Knaur |
| Genre | Liebesroman, Arztroman |
| Format | Buch / eBook |
| Preis | 10,99 € / 9,99 € |
| Seitenanzahl | 362 |
• Worum geht es in "Tief wie das Meer"?
Wasserfälle, schroffe Felsen und endloses Meer - Svea ist nach Lillehamn gekommen, um Abstand zu ihren ehrgeizigen Eltern zu gewinnen. Einen Mann fürs Vergnügen hat sie auch schnell gefunden: ihren verdammt sexy Chef Espen Solberg. Ob auf dem Tennisplatz oder im Bett, Spaß haben sie auf jeden Fall. Nur vorsichtig gesteht Svea sich ein, wie viel sie längst für ihn empfindet. Doch Espen besteht darauf, dass er nicht der Typ für feste Bindungen ist. Sie ahnt nicht, welch furchtbares Geheimnis sich hinter seinem Nein verbirgt …
„Natürlich verstand er. Sie waren aufeinander abgestimmt wie zwei perfekt harmonierende Instrumente. Und dieses hier war das Konzert.“
- Julie Birkland in Tief wie das Meer (S.217)
• Meine Meinung:
Der zweite Band der „Northern Love“-Reihe hat auch wieder ein wunderschönes Cover. Es passt perfekt zu der Geschichte und zum ersten Band. Ich hatte keine Erwartungen an dieses Buch. Den ersten Band habe ich regelrecht verschlungen und geliebt. Dadurch war klar, dass ich den zweiten Band unbedingt lesen muss aber ich hatte absolut keine Ahnung, was für eine emotionale Achterbahn mich erwarten würde.
Espen Solberg zeigte sich im ersten Band schon als der lustige Typ, der immer einen Spruch auf den Lippen hat. Dabei steckt da so viel mehr dahinter. Espen trägt eine unglaubliche Last mit sich herum und sie zieht ihn immer weiter nach unten, auch wenn er das nach Außen niemanden sehen lässt. Familie ist ihm sehr wichtig und er würde alles für die Menschen, die er liebt, tun. Diese Eigenschaften mag ich an ihm sehr gerne.
Svea Iversen weiß was sie will. Zumindest dachte sie das. Das Espen sich in ihr Herz geschlichen hatte, war schwer für sie sich einzugestehen. Grund hierfür ist u.a. ihre vorherige Beziehung. Auch das Verhältnis zu ihren Eltern ist eher kühl und distanziert, weswegen Svea das auf ihre Bekanntschaften projiziert. Doch sie hat sich wirklich unglaublich weiterentwickelt im Laufe der Geschichte. Svea macht immer wieder kleine Fortschritte, was ich sehr realistisch dargestellt fand.
Die Entwicklung der Beziehung von Espen und Svea war wirklich herzergreifend. Sie wachsen beide an dem Versuch einer festen Beziehung. Es werden ihnen einige Hindernisse in den Weg gelegt, welche jedesmal eine wirkliche Zerreißprobe für die beiden darstellen. Die Beziehung muss sich mit vielen ernsten Themen auseinandersetzen, welche die Autorin alle sehr gut umgesetzt hat.
Der Schreibstil der Autorin hat mich mit den Beiden unglaublich mitleiden lassen. Ich konnte ihre Emotionen sehr gut nachvollziehen und der Verlauf der Handlung hat mich abwechselnd glücklich und traurig gemacht. Die Geschichte war für mich außerdem so gut aufgrund der Nebencharaktere. Besonders auf das „Wiedersehen“ mit Krister, Espen Bruder, und Annik, seine Freundin, habe ich mich sehr gefreut und wurde nicht enttäuscht. Auch der Rest der Familie und einige Freunde aus Band eins waren wieder Teil der Geschichte. Dieses Familiengefühl macht Lillehamn für mich zu einem absoluten Wohlfühlort.
Ich habe einen einzigen Kritikpunkt, welcher aber einen Spoiler für die Geschichte darstellen würde. So viel sei gesagt: es gab einen Verlust, welcher meiner Meinung nach zu schnell kein Thema mehr war. Als wäre es nie passiert.
• FAZIT:
Der Buchtitel „Tief wie das Meer“ hätte nicht besser gewählt sein können. Espen und Svea haben mich auf eine emotionale Achterbahnfahrt geschickt und zwischendurch dachte ich, es gäbe kein bergauf mehr. Mein Herz hat gelacht und geweint. Diese Liebesgeschichte ist so viel mehr als das, wonach sie am Anfang aussieht. Dieser Besuch in Lillehamn war schwerer als erwartet aber er hat sich mehr als gelohnt. An Humor, Romantik und Emotionen hat es definitiv nicht gefehlt. Dennoch sollte jedem bewusst sein, dass dieses Buch (meiner Meinung nach) ernstere Themen anspricht als der erste Band.
Ich gebe dem Buch 4,5 von 5 Sternen.








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